Hype Fitnessarmbänder: Fitbit und Kollegen

Wirelesstracker sind Schrittzähler, welche oft zusätzlich mit anderen Funktionen ausgestattet sind. Integrierte Höhenmesser, um Stockwerke zu zählen, Kalorienanzeigen, etc.  Das Wichtigste ist die Messung der täglich zrückgelegten Distanz. Der Tracker misst auch Bewegungen während des Schlafs. Via Smartphone, Tablet oder Computer können die Daten mit der zugehörigen Software ausgewertet werden.

fitbit

So wird ersichtlich, wie viele Kalorien man verbrannt hat oder wie viele Meter man gelaufen ist oder wie lange und wie ruhig man geschlafen hat. Beim Fitbit Modell, welches im Adventskalender von um die Weltreise vorgestellt wird, handelt es sich tatsächlich um ein witziges und sportliches Spielzeug. K- Tipp hat die Armbänder etwas genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass die Bewegungssensoren zu ungenau sind. Das ist für uns ganz logisch, da sie mittels eines drei-Achsen- Beschleunigungssensor (Accelerometer) funktionieren. Dieser Beschleunigungssensor kann lediglich Bewegungen tracken.

Er kann nicht unterscheiden, was genau für eine Bewegung absolviert worden ist.

Dank der ausgeklügelten Software, welche mittels Algorithmen funktioniert und so die Informationen des Trackers verarbeitet, kriegen wir  eine für uns brauchbare Information zum Bewegungsaufwand. Es ist aber lediglich eine mathematische Annäherung. Im sportwissenschaftlichen Bereich arbeiten wir mit exakteren Messinstrumenten, die Kosten aber auch viel mehr.

Das Fitbit Flex Fitnessband hat  am besten abgeschnitten. Lediglich ausreichend waren Jawbone und Nike Fuelband. Computerbild chip. de haben sich auch den neuen Rennern gewidmet und sind ebenfalls recht kritisch. Generell werden Ergenisse als zu ungenau deklariert. Einige Tracker ignorieren gewisse Bewegungen oder messen nur Schritte, was folglich zu Ungenauigkeiten führt. Das Fuelband lag satte 24% neben den gemessenen Schritten. Das ist definitiv zu viel. Das Jawbone hatte lediglich 5.8 % Abweichung. Dieser Wert liegt fast in der wissenschaftlichen Toleranzzone. Das Fitbit scheint das beste Produkt zu sein. Das Preis- Leistungsverhälnis stimmt dort.

Fazit: Zielpublikum sind Menschen, die sich mehr bewegen möchten, den inneren Schweinehund aber nicht überwinden können. Mit einem Motivationstool klappt es oft anfänglich besser. Aber auch dort heisst es, Geduld zu haben und sich durchzubeissen.Als Stoppuhr und Distanzmesser für Laufeinheiten würden wir dieses Gerät nicht empfehlen. Ambitionierte Sportler und Läufer sind mit Pulsuhren, exakteren Distanzmessern, welche über einen Bewegungssensor funktionieren, besser bedient. Das funktionellste Tool auf dem Markt ist momentan die GPS- Uhr.

Hier noch eine sympathische Aktion gegen Brustkrebs: http://www.fitbit.com/de/flex